[ english version ]

moto nero Moto Nero
Ein Film von Maria Ploskow
Live-Vertonung von den patinnen teil
casa nostra production 2002

Kopfwesen rennen durch den Bildschirm, verfolgt von seltsamen abstrakten Formen. Beamer spucken Menschengruppen aus, Schuhe tanzen zum Licht der Diskokugel, Turntables machen sich selbstständig - Verwirbelungen. Der ca. 20 minütige Film der Künstlerin Maria Ploskow besteht aus gut 150 am Computer generierten und animierten s/w Zeichnungen, die sich zu einer nicht enden wollenden Geschichte verbinden. Eine Welt voll absurder Wesen mit entsprechender live Vertonung an vier Turntables und Effektgerätenvon den patinnen teil II.
Hier werden die Plattenspieler nicht nur zum Auflegen und Abspielen der Schallplatten genutzte, sondern sie werden zum Instrument, dessen vielfältigen Spielmöglichkeiten zum Einsatz kommen. Die Sounds entstehen mittels verschiedener Manipulationstechniken, wie Mixing, Klangfarbenbeeinflussung, Dreh- und Stoptechniken, das Ausnutzen von Rückkopplungen, Vibrationen, die Kombination von Plattendrehen und Faderbewegung, dem Scratching bis zur Manipulationen mit der Plattennadel. Die so erzeugte spezifische Soundästhetik wird durch die Visualisierung im Film verstärkt und umgekehrt. Sentite!

La storia di giradischi a Madame Hu
casa nostra production 2000
lastoria lastoria lastoria lastoria
Intimere Einzelheiten aus dem Leben der Patinnen sind dem unter Aufsicht und Regie der Patinnen gedrehten Kurzfilm "La storia die giradischi a Madame Hu" (Die Geschichte der Plattenspieler bei Madame Hu) zu entnehmen. Noch heute herrscht unter italienischen Richter oftmals die Auffassung, daß Mafiafrauen keine andere Wahl hätten als die Geschäfte ihrer Männer zu ühren und darum keine moralische Verantwortung dafür trügen. Unter diesen Vorraussetzungen konnten die Patinnen problemlos auch die unerfreulichen Seiten ihres Business zeigen, ohne für das Ableben des ein oder anderen belangt zu werden. "La storia di giradischi a Madame Hu" ist in Anlehnung an die Ästhetik des Original "Paten"-Films gedreht. Auch zu diesem Film gibt es eine Soundtrack-Performance mit vier Plattenspielern.